Ein Schütz kann durch verschiedene Fehler im Stromkreis ausgelöst werden. Häufige Ursachen sind Überlastung, Kurzschluss oder ein Isolationsfehler.
- -Bei Überlastung fließt dauerhaft mehr Strom als erlaubt. Das Motorschutzrelais erkennt dies und unterbricht den Steuerkreis. Das Schütz fällt ab und der Motor wird spannungsfrei geschaltet.
- -Bei einem Kurzschluss steigt der Strom schlagartig auf ein Vielfaches des Nennstroms. Die vorgeschaltete Sicherung oder der Leitungsschutzschalter löst sofort aus.
- -Ein Isolationsfehler entsteht, wenn die Isolation eines Leiters beschädigt ist und Strom über ungewollte Wege fließt. Der Fehlerstromschutzschalter (RCD) erkennt die Differenz zwischen Hin- und Rückstrom und schaltet binnen Millisekunden ab.
- -Beide Geräte nutzen Elektromagnetismus zum Schalten. Das Relais schaltet kleine Ströme und wird mit K bezeichnet, der Schütz schaltet große Lasten und wird mit Q bezeichnet.
-Ein Schütz besteht aus Öffner, Schaltstücken, Schließer, Spulenanschluss, Anker, Kurzschlussring, Spule und Eisenkern. Hauptkontakte schalten den Verbraucher, Steuerkontakte übernehmen Melde- und Steueraufgaben.
-Spannung an A1/A2 → Magnetfeld entsteht → Anker wird angezogen → Kontakte schalten. Spannung weg → Rückstellfeder → Schütz fällt ab.
-Vor jedem Schützaustausch die fünf Sicherheitsregeln einhalten: Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen, benachbarte Teile abdecken.
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