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Fragenkatalog: Unternehmensprofil (Onboarding)
Wann: Erscheint einmalig beim ersten Klick auf „Erstellen" – nie beim App-Start. Ablauf: Tutorial-artig – Fullscreen-Intro mit kurzem Text → Weiter → Formularseite → Fullscreen-Intro → nächste Seite. Kein Formular-Block am Stück. Prinzip: Nur 6 Pflichtfragen (unter 2 Minuten). Alles Weitere ist optional und jederzeit im Profil nachtragbar. Jede Antwort wird direkt in die Brand Knowledge übersetzt (Regel, Attribut oder Asset).
Stufe 1: Pflicht (6 Fragen)
| # | Frage | Beispiel | Wird in der Knowledge Base zu … |
|---|---|---|---|
| 1 | Wie heißt dein Label? | VELVET ROUGE Cosmetics | Brand-Name (Regel: korrekte Schreibweise in jedem Video) |
| 2 | Was verkaufst du? | Vegane Lippenstifte & Lipgloss | Produkt-Kategorie (Basis für Produkt-Assets) |
| 3 | In welcher Branche bist du? (Auswahl aus fester Liste) | Kosmetik · Auto · Gastro · Fitness · Mode · … | brands.nische – keine Attribut-, sondern eine Struktur-Angabe. Steuert den Feed-Filter und die Kopier-Kompatibilität |
| 4 | Wen willst du erreichen? | Frauen 18–35, TikTok & Instagram | Zielgruppen-Attribut (beeinflusst Tonalität, Tempo, Musik) |
| 5 | Welche 3 Worte beschreiben deine Brand? | mutig, clean, luxuriös | Stil-Attribute (Startwerte fürs Scoring) |
| 6 | Wie lange seid ihr schon auf dem Markt? | seit 2021 | Tonalitäts-Kontext (etabliert vs. neu → beeinflusst Storytelling, z. B. „seit 5 Jahren" als Trust-Element) |
Warum die Nische Pflicht ist und nicht Progressive Profiling: Ohne sie ist der Feed beim ersten Öffnen unbrauchbar – ein Autohaus bekäme Kosmetikstudio-Werbung vorgeschlagen. Und die Slot-Kompatibilität beim Kopieren (
konzept-bilder-feed.md§4) lässt sich ohne Nische gar nicht prüfen. Sie ist eine Auswahl aus einer festen Liste, kostet also keine 5 Sekunden.
Stufe 2: Uploads (optional, empfohlen)
Uploads erzeugen Modelle – der Sammelbegriff für Person, Produkt, Kulisse und Logo (assets). „Modell" meint nie das KI-Modell.
| # | Frage / Aufforderung | Zweck |
|---|---|---|
| 7 | Lade dein Logo hoch | Logo-Modell + Regel „nie verzerren/umfärben" |
| 8 | Lade Produktbilder hoch (ideal: 3+ Winkel pro Produkt) | Produkt-Modell für 1:1-Konsistenz. 4–6 Referenzbilder sind optimal, mehr als 7 führen zu Feature-Averaging (prompt-templates-research.md) |
| 9 | Lade deine bisher besten Ads hoch (Video/Bild) | System extrahiert Startattribute (Farben, Tempo, Hooks) → Knowledge Base startet nicht bei null |
| 10 | Gibt es ein Gesicht deiner Brand? (Foto-Upload oder „KI-Gesicht erstellen") | Personen-Modell; bei echter Person: Einwilligung dokumentieren. KI-Gesichter sind der Standard |
| 11 | Wo soll gedreht/fotografiert werden? (Beschreibung oder Referenzbild) | Kulissen-Modell – neu, weil die Umgebung im Bild-Modus ein eigenständig austauschbarer Slot ist |
Feste Regeln: NICHT Teil des Onboardings
Feste Regeln (cleaner Hintergrund, „nur zeigen, was verlangt ist", Logo-Schutz …) werden nicht vom Nutzer verwaltet. Sie liegen im versteckten Developer-Modus (nur intern zugänglich) – sie sind das Feintuning und Betriebsgeheimnis der App, nicht eine Nutzer-Einstellung. Der Nutzer profitiert davon, ohne sie je zu sehen.
Stufe 3: Später nachfragbar (Progressive Profiling)
Diese Fragen stellt das System nicht im Onboarding, sondern einzeln im passenden Moment (max. 1 Frage pro Sitzung):
| Frage | Wann sinnvoll |
|---|---|
| Welche Farbwelt bevorzugst du? (Palette wählen) | Vor der 2. Szene |
| Soll gesprochen werden, Text-Overlay oder beides? | Nach dem ersten Video-Vote |
| Gibt es No-Go-Themen oder -Bilder? | Beim ersten Verbessern |
| Preissegment deiner Produkte? (Budget / Mid / Luxus) | Wenn Tonalität-Attribute unklar scoren |
| Welche Städte/Locations passen zur Brand? | Wenn Location-Kategorie leer ist |
| Ad-Konten verbinden (Meta / TikTok)? | Nach dem ersten Upload eines Videos – wichtigster Moment, hier beginnt der Performance-Loop |
| Social-Konto verbinden (Instagram / TikTok)? | Nach der ersten Veröffentlichung eines Posts – der Moment, in dem der Nutzer wissen will, wie er performt. Speist den Feed-Score (×2) und den KB-Rückfluss (×0,3). Eigene App-Review, getrennt von den Ads-Berechtigungen |
| Wettbewerber, an denen du dich orientierst? | Optional, fürs Referenz-Verständnis |
Übersetzungslogik (intern)
Jede Antwort landet als Eintrag in der Brand Knowledge:
- Regel → gilt immer, kein Score – verwaltet nur im Developer-Modus (intern)
- Attribut → Elo-Score, Start beim Kategorie-Durchschnitt bzw. 5000 beim ersten Eintrag (Stufe 1 Fragen 4–6, Stufe 3). Landet in
attribute_scoresmitfolder_id = null, also auf der brand-weiten Basisebene - Modell (Asset) → versioniert, Release-Prinzip (Stufe 2: Logo, Produkt, Gesicht, Kulisse)
- Struktur-Angabe → kein Score, keine Regel:
brands.nischesteuert nur Filter und Kompatibilität (Stufe 1 Frage 3)
Grundsatz: Kein Formular-Marathon. Die Knowledge Base wächst durch Nutzung (Votes, Performance, gesammelte Posts), nicht durch Abfragen – der Fragenkatalog liefert nur den Startpunkt.
Neuer, schnellerer Startpunkt: Im Bild-Modus muss die KB gar nicht mehr über Fragen gefüllt werden. Wer einen Post aus dem Feed kopiert, importiert dessen Slots direkt als Attribute (konzept-bilder-feed.md §10). Das Onboarding bleibt trotzdem nötig – für Nische, Modelle und Tonalität –, ist aber nicht mehr die einzige Quelle für den Kaltstart.